Winter Reisetipps für Kuba – Havanna 2016 vs September 2017

frisch aus Kuba zurück (Januar 2016) kann ich Ihnen nun die aktuellsten Reisetipps für diese bezaubernde Karibikinsel mit auf die Reise geben. Meiner Meinung nach ist Kuba bis heute das ungefährlichste Land von Lateinamerika. Als alleinreisende Frau hatte ich Tag und Nacht keine gefährlichen Situtationen erlebt. Natürlich kann sich dies auch ändern. Bislang ist durch die Präsenz der Polizei die Kriminalität auf Kuba nicht erwähnenswert.

Trotzdem sollte der einzelne Tourist nichts herausfordern oder gar übermütig werden. Sie reisen in ein armes lateinamerikanisches Land. Und von Monat zu Monat wandelt sich die Situation auf Kuba.

Statt Reiseführer können Sie beim Auswärtige Amt gezieltere Informationen zum aktuellen Zustand finden.

Anmerkung: die Entwicklungen im September 2017 während der Hurrikan Saison sind schockierend. Hurrikan Irma verwüstet am 9. und 10. September große Teile der Insel. Obwohl die Kubaner hurrikan-erfahren sind und Tausende von Touristen vor dem Eintreffen von Irma evakuieren (zum Beispiel in höher gelegene Ortschaften bringen oder sogar vielfach in Höhlen), sind sie machtlos angesichts der Naturgewalten. Die Infrastruktur ist marode und hält solch einer Wucht nicht Stand. Resourcen auf der Insel sind ohnehin schon knapp. Die ökonomischen und gesundheitlichen Auswirkungen werden verheerend für die bereits arme Bevölkerung sein. Trotzdem wurden beispiellos Hunderte von kubanischen Ärzten in andere Krisengebiete entsandt.

Fassungslos muss sich mit ansehen, wie diese paradiesische Insel von Minute zu Minute verwüstet wird. Betrachte ich meine Fotos von 2016 wird klar: umsturzgefährdete Gebäude werden zusammenfallen, noch mehr Balkone wegbrechen, Sturmfluten werden weit in die Stadt hineindringen.

Denn bereits während meines Aufenthaltes haben kleinere Sturmfluten, die nicht „erwähnenswert“ waren, mehr als fünf Straßenblocke vom Malecon entfernt, die Straßen überflutet. Wie erst soll ein Hurrikan Irma das Stadtbild Havannas verändern? Ich wage es mir kaum auszumalen.

Welche Reise- und Sicherheitsmaßnahmen für Kuba seit dem 12. September 2017 zu beachten sind, finden Sie unter folgendem Link des Auswärtigen Amtes.

Endlich Urlaubszeit

Sie haben sich Ihren Urlaub und Ihre Urlaubszeit verdient? Dann nehmen Sie sich nicht nur mehr Zeitpuffer für Kuba mit, sondern nehmen Sie sich die Extrazeit, um hier die aktuellsten Reisetipps zu erfahren.

Zugegeben – die bunten Bilder und Beschreibungen in Ihren Reiseführern klingen anders als dieser Text hier. Doch wenn Sie sich gut vorbereiten, dann haben Sie trotz eventueller Einschränkungen viele positive Reiseerlebnisse.

Nehmen Sie sich eine Puffer- Reisezeit:

Ich gehöre zu den Pionieren und habe es gewagt, mit Eurowings zu fliegen. Auf dem Rückflug hatten wir eine Extraübernachtung und eine Verspätung von mehr als 24 Stunden. Viele Mitreisende hatte dies unerwartet getroffen. Geschockt und verstört erzählten Sie mir von wichtigsten Geschäftsterminen, Prüfungsterminen etc, die sie nun verpassen würden. Und auch wenn Sie nicht mit Eurowings fliegen, kalkulieren Sie eine Reise – Pufferzeit mit ein. Am Ende sind Sie dankbar, wenn Sie müde und schlapp von  Jet-lag oder Klimawechsel noch einige Erholungstage zu Hause haben.

Kurze Sonnentage im Winter

Ab 18 Uhr ist die Sonne verschwunden. Die Straßen Kubas hüllen sich in Dunkelheit. Eine amerikanische Reisende auf Kuba hat es so beschrieben „I was not able to see my own feet!“

Damit haben Sie vielleicht eine Vorstellung, was Dunkelheit auf Kuba bedeutet. Es gibt nur spärliche Straßenbeleuchtung. Für die meisten Touristen spielt sich das Kubaleben nach 18 Uhr im Hotel ab. Mein Programm sah da – aufgrund meiner Aktivitätengruppe – viel abwechslungsreicher aus

Urlaubserwartungen – Sonne, Strand, Spass?

Je höher Ihre Urlaubserwartungen sind, desto mehr können und könnten Sie auf Kuba enttäuscht werden.

Denken Sie daran, Sie reisen in ein kommunistisches Land, wo Sie auch nicht alles käuflich erwerben können, was Ihnen im Reisegepäck fehlt.

Deswegen würde ich Ihnen an dieser Stelle empfehlen, doch einmal über Tage nachzudenken, an denen mal nicht die Sonne scheint. Ich persönlich habe weder zusätzliche brauchbare Trekkingschuhe im Kaufhaus gefunden, noch Chips für meine Kamera.

Engpass Medikamente auf Kuba

Ebenso gab es einen Engpass mit Medikamenten. Hatte ich doch vorsorglich in meine Reiseapotheke alles in Hinblick auf evt. Magen- und Darmprobleme eingepackt. Doch ein Hustensaft war nicht dabei. Und genau diesen hatte ich dringenst benötigt. Glücklicherweise hat mir die Hotelärztin ausnahmsweise und nur aufgrund meines akuten Unwohlseins weitergeholfen. Der selbstgemachte Kräutersaft hatte eine Sofortwirkung, wie ich es noch nie vorher erlebt hatte.

Regentage auf Kuba

Schlechte Wettertage habe ich kaum als einschränkend wahrgenommen. So hatte ich doch meine Salsa – Tanzstunden im Gebäude. Aktivitäten habe ich mit einer kubanischen Organisation unternommen, die einfach auch den Strandtag auf den nächsten Tag verschoben haben – aufgrund des Regentages.

So hatte ich intensive Reiseerlebnisse auf Kuba – trotz größtenteils schlechter Wetterverhältnisse, einer Grippe und einem verspäteten Abflug mit Extraübernachtung.

Wetterkapriolen auf Kuba:

Überall auf dem Erdball haben sich die landestypischen Wetterverhältnisse verschoben. So auch auf Kuba.

Wenn bislang Juni – November die landestypische Hurrikanzeit war, so kann sich auch dies ändern.

Rechnen Sie im Februar und März 2016 auf Kuba mit  starken Regenfällen – insbesondere in der Region Havanna. Bereits Anfang Januar hatten wir während meines Aufenthaltes 50 % starke Regentage.

Deswegen sollten Sie tatsächlich einen Regenschirm einpacken – ich persönlich werde beim nächsten Mal auch neben Regenjacke, Regenhose noch wasserdichte Schuhe mitnehmen (evt. Gummistiefel).

Im Gegensatz zu Deutschland heißen starke Regentage auf Kuba – Überschwemmungen auf den Straßen. Wir sprechen hier von überfluteten Straßen, wobei die schlecht gewarteten Autos (Privattaxis etc) auch Mühe haben, sich durch die Fluten zu kämpfen.

Bei starken Wellengängen wird die Hafenstraße von Havanna gesperrt. Bereits Anfang Januar 2016 war ich Augenzeuge von überdimensionalen Wellen, die uns Spaziergänger entlang des Malecon komplett durchnässten.

Mir persönlich hat es Spass bereitet, eine Fotoserie von der Welle an der Uferpromenade Malecon zu erstellen.

Am Tag meiner Abreise – Mitte Januar 2016 – hatte es der Taxifahrer vorgezogen, der Uferstraße auszuweichen, da die Wellen bis zu unserer Fahrspur vordrangen.

Hier können Sie nachlesen, wie sich das Wetter weiter verschlechtert hat und als Folge die Straßen Flüssen glichen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen – Ostkuba:

Insbesondere die Mitte Januar 2016 erlebten kleineren Erdbeben (auf der Magnitude 4) in Santiago de Cuba haben die kubanische Bevölkerung in Alarmbereitschaft gebracht. Es wird mit weiteren und größeren Erdbeben in der Region um Santiago de Cuba gerechnet.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen – Kuba zählt wie Kalifornien und andere wunderschöne Urlaubsorte – zu den erdbebengefährdeten Gebieten. Kuba verfügt über ein erstklassiges Katastrophenmanagement – und die Ärzte zählen auch zu den bestausgebildetsten. Trotzdem ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie an die vielen bruchfälligen Häuser auf Kuba denken.

Vorsichtsmaßnahme gegen Mückenstiche:

Vorab habe ich eine gute Nachricht – Kuba ist offiziell malariafrei.

Und was andere Krankheiten betrifft – hat mir ein 2 sec Wurfzelt geholfen:

Sie werden lachen, ich habe mal ein kleines Experiment gestartet – was wirklich gegen nächtliche Mückenstiche hilft.

Ausgerüstet mit einem sogenannten Wurfzelt habe ich mich auf meine erste Kubareise begeben. Wollte ich doch wissen, wie kompliziert oder einfach sich meine Idee des Mückenschutzes gestaltet.

Bei der Airline habe ich für die Hinreise 15,00 EUR extra bezahlt als sonstiges Gepäck. Wie einen Rücksack konnte ich mein 2 sec Zelt mit mir tragen, so dass es kein Problem bereitete. Im Hotelzimmer selbst habe ich also mein Wurfzelt auf das Hotelbett selbst aufgebaut – und habe tatsächlich nicht einen Mückenstich nachts gehabt – im Gegensatz zu meinen Mitreisenden.

Übrigens war es recht gemütlich in meinem Zelt. Wer also gefährlichen Virenkrankheiten vorbeugen möchte, die über Mücken übertragen werden, denen kann ich diese Zeltlösung sehr empfehlen.

In der SprachenGalerie bieten wir Spanisch in 5 Tagen lernen an – ob für Privatreisen oder Geschäftsreisen.